Transformation

Twitter stellt auf Remote-Work um und veranstaltet in Slack globale Mitarbeiterversammlungen

Jennifer Christie, Vice President of People bei Twitter, berichtet, wie das Unternehmen seine globale Belegschaft komplett auf Remote-Work umstellte

Autor: Lauren Johnson18. März 2020

Diese Customer Story ist Teil einer fortlaufenden Serie, in der untersucht wird, wie Unternehmen während der Covid-19-Krise Remote-Work fördern. Wir hoffen, dass diese Geschichten hilfreiche Tipps und Inspiration liefern und Unternehmen helfen können, den Übergang reibungsloser zu gestalten.

Als sich Covid-19 zu einer Pandemie ausweitete, stand die Unternehmensleitung von Twitter vor einer doppelten Herausforderung: Es galt, für die Nutzer und Nutzerinnen des Dienstes einen reibungslosen Betrieb der Plattform zu gewährleisten, und gleichzeitig sollte die Gesundheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an erster Stelle stehen.

Letztlich reagierte Twitter auf die Krise mit der Umwandlung der weltweit 4.900 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Remote-Work-Teams. Obwohl das Unternehmen Slack bereits seit mehreren Jahren nutzte, musste es nun Gespräche und Meetings, die zuvor persönlich stattgefunden hatten, auf die Plattform verlagern. Am 4. März – kurz nach der Entscheidung für die vollständige Umstellung auf Remote-Work – hielt Twitter seine allererste virtuelle Mitarbeiterversammlung komplett über Slack und Google Meet ab.

Angesichts der Tatsache, dass sich so viele unserer Kunden in einer ähnlichen Situation befinden, wollten wir herausfinden, wie Twitter den Übergang so reibungslos geschafft hat. Daher baten wir Jennifer Christie (@jenchristiehr), Vice President of People von Twitter, zum Gespräch, um zu erfahren, wie es das Unternehmen geschafft hat, sich so schnell auf Remote-Work umzustellen. Sie erzählte uns, wie Twitter Slack nutzt, damit seine Teams auch weiterhin engagiert, aufeinander abgestimmt und miteinander verbunden bleiben, egal wo sie sich befinden.

Die Abstimmung der Führungskräfte in Slack: die Entscheidung für Remote-Work

Mit 35 Standorten, unter anderem in Asien, Australien, Europa und Südamerika, ist das Management von Teams, deren Mitglieder räumlich verteilt und getrennt arbeiten, ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags bei Twitter. Das Konzept des Social Distancing ist jedoch etwas ganz Neues – vor allem, weil Twitter als Unternehmen Wert darauf legt, ein physisches Umfeld zu schaffen, das Zusammenarbeit fördert.

Als sich Covid-19 im Februar in ganz Südostasien auszubreiten begann, wusste die Twitter-Unternehmensleitung, dass sie drastische Maßnahmen ergreifen musste, um ihre internationalen Teams vor der Ansteckung oder unwissentlichen Verbreitung des Virus zu schützen. Sie behielten die Nachrichten weiter im Auge und riefen neue Slack-Channels ins Leben, um Entscheidungen zu kommunizieren und bewährte Methoden auszutauschen, darunter:

  • #oneteamQs für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen weltweit, damit diese während der virtuellen Twitter-Mitarbeiterversammlung Fragen stellen können
  • #wfh für alle, um Tipps und bewährte Praktiken für die Arbeit im Home-Office auszutauschen
  • #twittertravels für das Twitter-Reiseteam, um Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Einhaltung der Reisebeschränkungen des Unternehmens zu unterstützen 
  • #ask-corpsec-covid19 für das Global Security-Team von Twitter zur Mitteilung von Echtzeit-Updates über die Entwicklungen bezüglich Covid-19
  • #hr-crisis-management für das globale People Team zur Besprechung dringender Themen in Bezug auf Covid-19

Am 2. März beschloss die Twitter-Unternehmensleitung unilateral, Home-Office zur Pflicht zu machen, mit einigen konkreten Anordnungen. Damit alle im Unternehmen wichtige Informationen zu den neuen Remote-Work-Richtlinien erhalten, versandte Twitter per E-Mail eine unternehmensweite Ankündigung, aber forderte die Führungskräfte auf, weitere Besprechungen mit ihren Teams und die direkte Beantwortung von Fragen in Slack abzuwickeln.

„Wir haben die Vorankündigung – im Hinblick darauf, wie der Nachrichten- und Informationsaustausch vonstatten gehen sollte – größtenteils in Slack geplant“, erzählt Christie. „Wir entschieden uns, einen Slack-Channel ins Leben zu rufen, da wir wussten, dass wir zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten müssen, um die Entwicklungen in allen Zeitzonen zu verfolgen.“

„Twitter-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen lieben ihre Teams. Eine unserer größten Befürchtungen im Hinblick auf Social Distancing war, nicht auf die gleiche Art und Weise zusammenkommen zu können. Aber Slack ist fantastisch.“

Jennifer ChristieVice President of People, Twitter

Die Zusammenführung aller Teams: die Umsetzung einer komplett virtuellen Mitarbeiterversammlung

Das bemerkenswerteste Ergebnis der ersten virtuellen Mitarbeiterversammlung von Twitter? Die Beteiligung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die sonst eher zögerten, wenn es darum ging, Fragen vor einer Menschenmenge zu stellen, nahm immens zu. „Die virtuelle Versammlung ermutigte Leute, die nicht so gerne vor anderen sprechen“, berichtet Jennifer Christie.

Twitter führte die virtuelle Mitarbeiterversammlung mit Google Meet für Videokonferenzen durch, während einzelne Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Slack-Channel #oneteamQs reagierten und Fragen stellten. Team-Mitglieder antworteten mit +1 Emoji-Reaktionen und Antworten auf die Fragen. Moderatoren und Moderatorinnen teilten die Antworten auf und beantworteten Fragen im Channel.

„In dieser Hinsicht war das Ganze sehr transparent“, ergänzt Christie. „Alle wussten, welche Fragen gestellt wurden und worauf wir gerade antworteten. Ich glaube, es wird uns schwer fallen, es jemals wieder anders zu machen.“

Für Unternehmen, die ihre eigenen virtuellen Mitarbeiterversammlungen organisieren, hat Twitter ein paar Tipps.

Das Bewahren eines positiven Momentums: der Einsatz von Slack zur Koordination und Motivation der Teams

Twitter behält seine vier unternehmensweiten Antwort-Channels zu Covid-19 bei, um Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über die Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und die Home-Office-Richtlinien in kürzester Zeit anpassen zu können. Die alltägliche Arbeit wurde hauptsächlich auf einzelne Team-Channels verlegt, und die Führungskräfte sprechen sich in funktionsübergreifenden Channels miteinander ab. Neben der Tatsache, dass sich Slack für die Kommunikation und Planung als effektiv erwiesen hat, betonte Christie, dass der soziale Aspekt für Twitter ebenso wertvoll sei.

„Fragt man Twitter-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen, was ihnen an ihrer Arbeit hier am meisten gefällt, sagen sie normalerweise „die Leute“, berichtet sie. „Twitter-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen lieben ihre Teams. Eine unserer größten Befürchtungen im Hinblick auf Social Distancing war, nicht auf die gleiche Art und Weise zusammenkommen zu können. Aber Slack ist fantastisch.“

„Ich glaube nicht, dass wir jemals wieder so wie früher arbeiten werden. Und letzten Endes ist es sogar besser so.“

Jennifer ChristieVice President of People, Twitter

In Slack tauschen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Bilder von ihren Arbeitsplätzen zuhause sowie ihre Lieblingsplaylists aus und führen persönliche Gespräche über die Höhen und Tiefen des Arbeitsalltags während einer Krise. Kollegen und Kolleginnen nehmen sich außerdem Zeit, um virtuelle Happy Hours zu organisieren.

„Die Leute sind in dieser Umgebung immer noch in der Lage, sich über ihr Leben auszutauschen“, sagt Christie. „Wir entdecken Möglichkeiten, miteinander in Verbindung zu treten und unsere Unternehmenskultur auf eine digitale Weise zu fördern, die wir zuvor noch nie ausprobiert haben.“

Der Blick in die Zukunft: die Vorbereitung auf Remote-Work nach der Pandemie

Nach der Krise, so Christie, wird Twitter dieses positive Momentum nutzen und auch weiterhin eine Remote-Work-Kultur fördern. Es sollen auch zukünftig mehr virtuelle Mitarbeiterversammlungen abgehalten und Entscheidungen in Slack-Channels dokumentiert werden. Sie geht davon aus, dass mehr Menschen beginnen werden, im Home-Office zu arbeiten, sowohl in Voll- als auch in Teilzeit.

„Ich glaube nicht, dass wir jemals wieder so wie früher arbeiten werden“, meint sie. „Und letzten Endes ist es sogar besser so.“

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