Über Cello
Mundpropaganda in eine Produkt-Infrastruktur für moderne Softwareunternehmen verwandeln
Das in München gegründete Unternehmen Cello hilft Abonnement- und Softwareunternehmen dabei, ihre Benutzer:innen, Partner:innen und Communitys als skalierbare Wachstumskanäle zu nutzen. Das 24-köpfige Remote-First-Team arbeitet verteilt über neun Länder. Cello hat seinen Hauptsitz in München und Teammitglieder unter anderem in Großbritannien, in Estland, auf den Philippinen und in Südafrika. Die Plattform lässt sich direkt mit den Produkt-, CRM- und Zahlungssystemen eines Unternehmens vernetzen und ermöglicht Empfehlungs- und Partnerprogramme, die sich nahtlos in die Nutzung der Produkte einfügen. Cello arbeitet sowohl mit schnell wachsenden KI-Start-ups wie VEED und Bolt als auch mit etablierten Produkten wie Remote und Miro zusammen, von denen einige mehrere zehn Millionen Benutzer:innen pro Monat erreichen.
Die Herausforderung
Ein Unternehmen und Produkt aufbauen, bevor ein Team, Tools oder ein Büro vorhanden sind
Bevor er Cello gründete, erlebte Stefan Bader bei einem anderen SaaS-Unternehmen, wie Mundpropaganda ins Stocken geriet. Empfehlungen brachten zwar neue Kund:innen, aber ohne eine Möglichkeit, die empfehlenden Personen zu belohnen, ließ sich der Kanal weder skalieren noch aufrechterhalten.
Bader suchte nach Software, die Mundpropaganda in ein strukturiertes Empfehlungsprogramm umwandeln konnte, aber es gab sie nicht. Je länger er suchte, desto klarer wurde die Lücke: Eine echte Infrastruktur für Empfehlungsprogramme verschiebt nicht einfach Daten zwischen Systemen. Sie braucht eine Fintech-Ebene, die monetäre Belohnungen an Einzelpersonen über Ländergrenzen, Währungen und Compliance-Anforderungen hinweg bewegen kann. Aus dieser Lücke entstand Cello, die KI-gestützte Empfehlungsplattform für SaaS.
Der Aufbau von Cello brachte eine weitere Herausforderung mit sich. Bader brauchte Spezialist:innen, bevor er die Größe, Struktur oder Büropräsenz eines größeren Unternehmens erreicht hatte. Die naheliegende Lösung wäre gewesen, alles zu zentralisieren, lokal einzustellen und jede Funktion vor dem Launch intern zu entwickeln. Doch Bader machte das Gegenteil.
„München hat tolle Universitäten, aber die Talente, die wir brauchen, sind überall verteilt“, sagt Bader. „Die besten Personen in unserem Team wohnen nicht alle in Tech-Hochburgen. Sie leben zwei Stunden nördlich von London, in Tallinn, in Krakau, in Südafrika.“
Dank des Remote-First-Ansatzes konnte Cello genau die Talente gewinnen, die das Unternehmen brauchte. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an die Kommunikation und Zusammenarbeit sowie an die Auswahl der Tools, die all das ermöglichen.

„Wir haben Slack vom ersten Tag an genutzt. Für ein kleineres Unternehmen gibt es meiner Meinung nach keine echte Alternative. Es wächst mit uns mit, daher glaube ich nicht, dass wir es jemals ersetzen müssen.“
Wie Cello mit Slack besser arbeitet
Vom Zwei-Personen-Chat zur zentralen Plattform des gesamten Unternehmens
Cello hat seinen Tech-Stack vom ersten Tag an vereinheitlicht: Slack für die Kommunikation, Google Workspace für Dokumente, E-Mail und Kalender sowie HubSpot als CRM. Slack und Google Workspace arbeiten seitdem Hand in Hand – Slack als Ort für Austausch und Koordination, Google Workspace als Dokumenten- und E-Mail-Tool im Hintergrund. Die beiden Tools sind so eng miteinander verknüpft, dass Bader oft in einem Slack-Thread antwortet und seine Antwort direkt als Kommentar im Google Doc erscheint, ohne dass er die Datei auch nur öffnen muss.
Für Bader, der bei einem früheren Unternehmen Microsoft Teams genutzt hatte, war die Wahl von Slack eine bewusste Entscheidung. „In meiner letzten Firma habe ich Microsoft Teams verwendet, nachdem wir von einem größeren Konzern übernommen wurden“, erklärt er. „Mir war klar: Wenn ich mein nächstes Unternehmen aufbaue, fange ich mit Slack an.“
Launchen, bevor jede Funktion fertig war
Slack half Cello außerdem dabei, schneller voranzukommen, noch bevor alle Produktfunktionen verfügbar waren. Statt den Launch zu verschieben, bis alle kundenorientierten Produktbereiche fertig waren, überbrückte das Team die Lücken mit den bereits vorhandenen Tools: Notion für erste Analysen, Slack für Implementierungstests in Echtzeit und Geteilte Channels für schnelles Feedback.
„Das erste Produkt funktionierte von Anfang bis Ende, aber wir hatten kein Portal, in dem wir die Analytik einsehen konnten“, so Bader. „Wir haben die Produkttests in Slack automatisiert, weil man dort Echtzeit-Events abrufen kann. Wir haben nur eine minimale Basisversion entwickelt und die vorhandene Infrastruktur genutzt, um viel schneller zu launchen.“
Kund:innen in die Arbeit einbinden
Cello weitete die Nutzung von Slack mit seinen ersten Kund:innen aus. Heute betreibt das Unternehmen mehr als 400 Slack Connect-Channels, und fast jede Kundenbeziehung findet in einem Geteilten Channel statt – nicht in einem E-Mail-Thread. Wenn sich Kund:innen für Cello entscheiden, werden sie für Onboarding, Customer Success, Funktionsschulungen und Programm-Feedback in Slack eingebunden.
Das funktioniert zum Teil, weil das gesamte Ökosystem bereits da ist. „99 % der Kund:innen, mit denen wir arbeiten, nutzen Slack. Besonders Unternehmen in einer frühen Phase, aber auch größere und wirklich innovative Unternehmen“, sagt Bader. „Im Tech-Bereich nutzen sie Slack.“
Slack Connect wird zum natürlichen Ort, um diese Beziehungen zu pflegen. In den seltenen Fällen, in denen Kund:innen nicht in Slack sind und in denen das Team auf E-Mails oder Google Chat ausweicht, brechen sowohl der Prozess als auch die Kundenerfahrung spürbar ein.
„Fast unseren gesamten Customer Success wickeln wir über Slack ab: regelmäßige Check-ins, Kund:innen zu neuen Funktionen schulen, Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer Programme aufzeigen“, erklärt Bader.
„Für B2B-Software ist die Bereitstellung des Kundensupports in Slack 10-mal besser als alles andere, was wir tun könnten.“
Aus Gesprächen gemeinsames Wissen machen
Da Cellos Produkt eine Infrastrukturlösung ist, stellen Kund:innen häufig detaillierte Einrichtungsfragen, die eng mit ihrer eigenen Codebasis und ihrem Tech-Stack verknüpft sind. Das Team führte ein Upgrade auf einen kostenpflichtigen Slack-Plan durch, um Zugang zu den KI-Funktionen von Slack zu erhalten und damit einen schnelleren Weg zu finden, Antworten aufzuspüren, die bereits in früheren Gesprächen festgehalten wurden. Ein weiterer Vorteil: Es entsteht ganz nebenbei eine Wissensdatenbank, die niemand eigens aufbauen muss.
Wenn Kund:innen eine Einrichtungsfrage in einem Slack-Channel stellen, kann das Team Slackbot mit einem Prompt nach der passenden Antwort fragen. Da sich Cellos Produkt ständig weiterentwickelt, helfen aktuelle Threads und Erklärungen dabei, die Antworten auf dem neuesten Stand zu halten. Jede hilfreiche Antwort aus Hunderten von Geteilten und internen Channels wird so zu Kontext und FAQs für die nächste Person. „Mit Slackbot können wir gemeinsamen Kontext aufbauen, ohne ihn aktiv aufbauen zu müssen“, so Bader.
KI in alltägliche Workflows integrieren
Cello testet außerdem, wie KI dem Team helfen kann, den richtigen internen Kontext schneller zu finden. Anstatt Kundenwissen als etwas zu behandeln, das in verstreuten Tools oder einzelnen E-Mail-Postfächern versteckt ist, sucht das Team nach Wegen, freigegebene interne Informationen aus dem gesamten Tool-Stack leichter zusammenzufassen, abzurufen und vor Meetings, QBRs und Support-Gesprächen nutzbar zu machen.
Slack bleibt zentral für diesen Workflow, weil bereits so viel Arbeit dort stattfindet. Produkt-Updates, Customer Success-Notizen, Entwicklungs-Tickets, Dokumentationsänderungen und operative Hinweise aus Tools wie Mintlify, Jira, Moss, Personio, Figma und Chili Piper fließen alle in Slack ein und bieten dem Team einen zentralen Ort, um Updates zu erkennen und die Arbeit voranzutreiben.
„Slack bringt den richtigen internen Kontext auf kontrollierte Weise in unsere KI-Workflows“, erklärt Bader. „Das macht es dem Team leichter, sich vorzubereiten, zu reagieren und nachzufassen, ohne den Ort zu wechseln, an dem wir bereits arbeiten.“
Huddles decken die kurzen Gespräche ab, die asynchrone Arbeit dennoch erfordert – von der internen Koordination bis hin zu dringenden Kunden-Threads. „Wir können Dinge in Threads auslagern und in Sekundenschnelle einen Huddle starten, um eine Lösung zu finden“, sagt Bader.
Die Sicherheitsanforderungen erfüllen, denen Kund:innen bereits vertrauen
Cellos Produkt ist in die Systeme eingebettet, auf die seine Kund:innen für sensible Workflows angewiesen sind – von HR-Plattformen bis hin zu Fintech-Tools. Für ein europäisches Infrastrukturunternehmen sind Datenschutz, DSGVO und Sicherheitsprüfungen Teil jedes ernsthaften Kundengesprächs.
Diese Prüfungen erfordern, dass Cello die Tools in seinem Stack berücksichtigt, doch Slack ist dabei kein Reibungspunkt. Da viele Kund:innen von Cello selbst bereits Slack nutzen, können sie in gemeinsamen Channels direkt loslegen, ohne sich erst mit einem neuen Tool vertraut machen zu müssen.
„Die meisten Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, nutzen Slack – daher gibt es ein hohes Maß an Vertrauen.“
Was bringt die Zukunft?
Mehr vom Produkt und Unternehmen in Slack integrieren
Während Cello von Hunderten auf Tausende von Kunden-Channels wächst, plant das Unternehmen, mehr Arbeit in Slack zu verlagern – etwa Reporting, Berechtigungsverwaltung und von Kund:innen ausgelöste Aktionen. So können Kund:innen mehr erledigen, wo sie ohnehin schon arbeiten, ohne sich jedes Mal in Cellos Empfehlungsplattform einzuloggen.
„Slack begann als internes Kommunikationstool, das von zwei Personen genutzt wurde, und es wurde zu einem unverzichtbaren Teil des Unternehmens“, sagt Bader. „Es gibt eine natürliche Tendenz bei Tools wie unserem, mehr Dinge innerhalb von Slack verfügbar zu machen, weil es für alle reibungsloser ist.“
Für Cello hat Slack ein Remote-First Unternehmen überhaupt erst ermöglicht. Vier Jahre später ist Slack der Ort, an dem das Unternehmen kommuniziert, Kund:innen betreut und immer mehr seiner Arbeit dort bündelt, wo Entscheidungen getroffen werden.













