Mitarbeitende platzieren den Kopf auf einer Schaufensterpuppe
Zusammenarbeit

Vier Tipps zum Aufbau einer Digital-First-Kultur

In einer Welt, in der die digitale Transformation mit Riesenschritten voranschreitet, setzen Führungskräfte auf eine Digital-First-Kultur

Vom Slack-Team7. Februar 2022

Wir erinnern uns sicher alle noch gerne an das gute alte Büro von vor der Pandemie, an all die Gespräche am Kaffeeautomaten und die Diskussion über die neueste Netflix-Serie, aber seit der Corona-Pandemie gehört all das der Vergangenheit an. Eine aktuelle Gartner-Studie belegt, dass 2021 32 % der Belegschaften weltweit im Home-Office tätig waren. Dieser Wert wird wahrscheinlich noch steigen, da alle sich mehr Flexibilität wünschen und Unternehmen daran interessiert sind, mit der Konkurrenz Schritt zu halten.

Die digitale Transformation ist zweifellos auf dem Vormarsch. Eine globale Studie von McKinsey ist zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die Digitalisierung von Kundeninteraktionen und internen betrieblichen Abläufen um drei bis vier Jahre beschleunigt hat. Hinzu kommt, dass sich die Entwicklung digitaler bzw. digitalisierbarer Produkte noch stärker beschleunigt hat – ganze sieben Jahre schneller als erwartet. Auch die Zahl der digital transformierten Unternehmen steigt. Eine von Statista, einem Unternehmen für Marktforschung und Verbraucherdaten, durchgeführte Untersuchung, kommt zu dem Ergebnis, dass diese bis Ende 2023 mehr als die Hälfte des globalen BIP generieren.

Dennoch kann sich der Aufbau einer Digital-First-Kultur als schwierig erweisen, und um hier alles richtig zu machen, müssen sämtliche Aspekte eines Unternehmens einbezogen werden. Wenn du bei der digitalen Transformation noch ganz am Anfang stehst, fragst du dich vielleicht, was „digital-first“ eigentlich bedeutet und wie dein Unternehmen davon profitieren kann. Im Folgenden wird erläutert, was ein Digital-First-Unternehmen ausmacht und wie du es schaffst, bei allem was du tust, einen Digital-First-Ansatz zu verfolgen.

Was ist eine Digital-First-Kultur?

Für den erfolgreichen Aufbau einer Digital-First-Unternehmenskultur ist mehr erforderlich, als einfach nur die neuesten Technologien anzuschaffen. Digital-First bedeutet den Umbau zu einem agilen Unternehmen, in dem Technologie und Unternehmenskultur nahtlos ineinandergreifen, um Prozesse zu verbessern, maximale Synergien zu schaffen und Kund:innen die bestmögliche Erfahrung zu bieten.

Die Geschäftsleitung muss sich zunächst darauf konzentrieren, eine Digital-First-Mentalität zu schaffen, um dies zu erreichen, d. h. alle Mitarbeitenden sind digital versiert und haben kein Problem damit, sich auf neue Technologien einzulassen. Eine andere Studie von Gartner aus dem Jahr 2021 hat ergeben, dass 60 % der Mitarbeitenden aufgrund unzureichender Schulungen und Unterstützung frustriert auf neue Software reagieren. Am Anfang einer Digital-First-Kultur stehen also motivierte Mitarbeitende.

Mehrere App auf einem Gerät

Welche Vorteile hat eine Digital-First-Kultur?

Technologie hat es Unternehmen aus allen Branchen ermöglicht, mit einem beispiellosen Tempo zu wachsen und Innovationen voranzutreiben. „Digital-first“ zu sein, ist keine Frage des Ansehens mehr, sondern die entscheidende Voraussetzung dafür, mit der Entwicklung Schritt halten zu können.

Nichtsdestotrotz kann eine Digital-First-Kultur dazu beitragen, ein Unternehmen zukunftssicher zu machen und ihm eine Vorreiterposition zu verschaffen, in der es neue Benchmarks und Standards für seine Branche setzt. Zumindest bleibt dein Unternehmen mit ihr agil und kann sich besser an Markttrends und sozioökonomische Entwicklungen anpassen.

Im Folgenden möchten wir dir einige der spezifischen Vorteile zeigen, die sich aus einer Investition in eine Digital-First-Arbeitskultur ergeben.

Abbau von Silos und Steigerung der Transparenz

Wenn Projekt-Teams einen Digital-First-Ansatz umsetzen und die richtigen Tools einsetzen, können ihre Mitglieder funktionsübergreifend und asynchron zusammenarbeiten und vermeiden so die Verzögerungen und Missverständnisse, die durch eine isolierte Zusammenarbeit von Angesicht zu Angesicht entstehen können.

Durch einen Digital-First-Ansatz für die Zusammenarbeit im Projekt-Team kann einfacher gewährleistet werden, dass alle dieselben Abläufe befolgen, und er sorgt dafür, dass unternehmensinterne Informationen und Anwendungen für alle im gleichen Maß zugänglich sind. Digital-First fördert Transparenz und die allgemeine Verfügbarkeit von Informationen.

Größere Agilität und Anpassungsfähigkeit

Technologie ermöglicht es dir, agiler zu handeln. Du kannst flexibler auf die sich ändernden Verbraucherbedürfnisse und die Nachfrage am Markt reagieren. Dies gilt für materielle und immaterielle Produkte und Dienstleistungen.

Stelle dir vor, welche Möglichkeiten sich für dich und dein Geschäft ergeben, wenn du etwas derart Greifbares wie Makeup digitalisieren könntest. Das geht z. B. mit GLAMlab, einem virtuellen Tool zum Ausprobieren von Makeup. Obwohl bei Ulta Beauty die App schon vor der Pandemie zur Verfügung stand, stieg die Zahl der Benutzerinteraktionen danach um das Siebenfache auf über 50 Millionen Farbtöne, die mit der App ausprobiert wurden.

Bessere Datenerfassung

Du hinterlässt zwangsläufig einen großen digitalen Fußabdruck, wenn du dich bei betrieblichen Abläufen auf digitale Interaktionen und Prozesse verlässt. Nutze ihn zu deinem Vorteil! Setze die erfassten Daten ein, um ineffiziente Abläufe zu analysieren, Muster zu identifizieren und deine Leistung insgesamt zu steigern. Dies kann sich für den Aufbau einer soliden Omnichannel-Strategie als besonders nützlich erweisen. Die Daten zu den Interaktionen und Vorlieben deiner Kund:innen bilden die Grundlage zur Schaffung einer nahtlosen Kundenerfahrung über alle deine Vertriebskanäle hinweg.

Vier Tipps für den Aufbau einer Digital-First-Kultur

1. Konzentriere dich auf deine Mitarbeitenden

Technologie ist nutzlos, wenn du nicht weißt, wie du sie am besten einsetzt. Menschen sind oft resistent gegen Veränderungen. Die Einführung neuer Technologien ohne eine entsprechende Unterstützung führt deshalb nicht zum gewünschten Ergebnis. Außerdem werden einige deiner Mitarbeitenden sicherlich befürchten, dass durch Technologie und Automatisierung Arbeitsplätze wegfallen. Du solltest diese Probleme so schnell wie möglich angehen, wenn du erfolgreich eine Digital-First-Kultur aufbauen möchtest.

Schaffe diese Art von Bedenken durch geeignete Schulungen und eine transparente Kommunikationsstrategie aus dem Weg. Mache dir zunächst ein Bild vom Kompetenzstand deiner Mitarbeitenden. Biete jobspezifische Schulungen an, damit die Software von den unterschiedlichen Rollen optimal genutzt werden kann. Softwareentwickler:innen nutzen Slack wahrscheinlich, um Code bereitzustellen und Probleme zu überwachen, während die Rechtsabteilung womöglich nach Ideen für Patente sucht und mit externen Berater:innen kooperiert. Beide Projekt-Teams verwenden verschiedene Apps, Integrationen und Funktionen, um das Tool optimal zu nutzen. Hole danach Feedback von deinen Mitarbeitenden ein und betone, dass der Mehrwert, den sie dem Unternehmen liefern, durch Digitalisierung noch gesteigert wird.

2. Beginne an der Spitze

Beim Aufbau einer Unternehmenskultur kommt erfahrenen Führungskräften eine zentrale Rolle zu. Ganz gleich, welche Werte du auf deiner Website postulierst oder auf deinen Bürowänden verewigst, wenn die Vorgesetzten und Führungskräfte in deinem Unternehmen sie nicht leben, dann tun deine Mitarbeitenden dies auch nicht.

Führungskräfte müssen den Ansatz und die Methoden der neuen Kultur bei all ihren Handlungen nach außen tragen. Gehe mit gutem Beispiel voran. Stelle dir vor, welchen Eindruck es macht, wenn Mitarbeitende angewiesen werden, zur Handhabung ihrer Aufgaben Asana zu verwenden, ihre Vorgesetzten sich aber auch weiterhin auf die guten alten Tabellenkalkulationen verlassen.

3. Mache dir Technologie komplett zu eigen

In der Arbeitswelt von heute bist du nur so stark wie der am wenigsten digitalisierte Geschäftsbereich. Eine Abteilung zu digitalisieren, während die anderen so weitermachen wie gehabt, bedeutet, dass du auf entscheidende Synergien verzichtest, die durch eine umfassende digitale Transformation für alle Teilbereiche deines Unternehmens nutzbar wären.

Digitalisierung minimiert das Risiko, dass Daten verloren gehen oder Mitarbeitende nicht auf kritische Informationen zugreifen können. Darum ist es von entscheidender Bedeutung, deine vorhandenen Tools so weit wie möglich zu integrieren, damit unterschiedliche Geschäftsfunktionen möglichst effizient weiterarbeiten können.

Anstatt mit getrennten Plattformen für Vertrieb und Marketing zu arbeiten, wähle eine aus, mit der du beide Bereiche verwalten kannst, oder entwickle eine Integration zwischen den beiden, mit der ein reibungsloser Datenfluss gewährleistet ist. HubSpot ist ein hervorragendes Beispiel hierfür, da die Plattform über integrierte Vertriebs- und Marketingfunktionen verfügt, die einen Datenaustausch zwischen den Abteilungen in Echtzeit ermöglicht. Und wenn du doch getrennte Tools verwendest, kannst du sie in Zapier integrieren.

4. Kommuniziere eine gemeinsame Vision

Vorgesetzte, Führungskräfte und Mitarbeitende arbeiten alle auf ein gemeinsames Ziel hin: Den Erfolg des Unternehmens. Gemäß einer McKinsey-Studie scheitern jedoch fast 70 % aller Transformationsinitiativen an Widerstand aus der Belegschaft oder einer nicht ausreichenden Unterstützung durch die Führungskräfte. Du kannst derartige Fehlschläge vermeiden, wenn du deine Mitarbeitenden bei den geplanten Änderungen von Anfang an mit ins Boot holst. Die Zahlen sprechen für sich. Dieselbe McKinsey-Studie belegt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Initiativen langfristig Wirkung entfalten, um 30 % steigt, wenn die Mitarbeitenden das Gefühl haben, beim Wandel ein Mitspracherecht zu haben.

Bei der Ausarbeitung der Tätigkeitsbeschreibungen solltest du darauf achten, dass dort die technischen Tools, Kompetenzen und Arbeitsmethoden genannt werden, die du erwartest. Führe diesen Schritt für deine aktuellen Mitarbeitenden und bei Neueinstellungen durch. Klare Erwartungen und Transparenz leisten einen enormen Beitrag zur Schaffung einer Digital-First-Kultur in deinem Unternehmen.

Bist du bereit, loszulegen?

Da ein Großteil unserer Interaktionen mittlerweile online stattfindet, ist die Einführung einer Digital-First-Kultur ein Muss für alle Unternehmen, die nicht den Anschluss verlieren wollen. Und obwohl dazu ohne Zweifel tiefgreifende Veränderungen in unseren geschäftlichen Methoden und Abläufen vonnöten sind, können die Vorteile, die durch sie entstehen, wahrlich eine transformative Wirkung entfalten.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du mit Slack eine Digital-First-Kultur aufbauen kannst, findest du hier eine kostenlose Demoversion oder wende dich an unser Vertriebsteam.

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