Kolleg:innen, die sich unterhalten und am Computer arbeiten
Zusammenarbeit

Schlechte Gewohnheiten ablegen – mit diesen Top-Methoden

Wie es dir gelingt, schlechte Gewohnheiten abzulegen und deinen Arbeitstag positiv zu verändern

Vom Slack-Team24. Februar 2023

Schlechte Arbeitsgewohnheiten können sich auf die Konzentration, die Produktivität und sogar die Beschäftigungsdauer auswirken. Doch mit den richtigen Tools und der richtigen Strategie kannst du sie ablegen und durch gute ersetzen.

Die Corona-Pandemie hat unsere Arbeitsweisen verändert und wie es aussieht, wird der Trend der Remote-Arbeit anhalten. Laut einer Umfrage von Pew Research haben vor der Pandemie nur 20 % der US-Arbeitnehmer:innen im Home-Office gearbeitet. Mittlerweile arbeiten etwa 71 % von zu Hause aus und 54 % möchten weiterhin in Telearbeit arbeiten.

Remote-Arbeit fördert die Produktivität und schützt gleichzeitig die Mitarbeitenden, bringt jedoch auch so manche Ablenkung mit sich, was die Konzentration auf die eigenen Aufgaben erschwert. In Kombination mit schlechten Gewohnheiten, von denen wir eigentlich wissen, dass wir sie nicht befolgen sollten, haben wir es mit einer Remote-Belegschaft zu tun, die dauernd abgelenkt ist.

Eine Kollegin bringt einen Kollegen auf den neuesten Stand

Schlechte Gewohnheiten bei der Arbeit, die du ablegen solltest

Wie du dich am Arbeitsplatz verhältst, kann deine Produktivität, deine Beziehungen zu Kolleg:innen und deinen beruflichen Aufstieg stark beeinflussen. Gute Gewohnheiten am Arbeitsplatz führen zu positiven Erfahrungen, wohingegen schlechte Angewohnheiten das Vertrauen untergraben, den Stresspegel erhöhen und sogar dazu führen können, dass du entlassen wirst.

Wenn wir über all die schlechten Gewohnheiten im Job sprechen, die es zu vermeiden gilt, blicken wir auf eine lange Liste. Besonders die folgenden können schnell deine Konzentration und Energie fressen, zwei endliche Ressourcen, die entscheidend sind, um die eigene Arbeit zu erledigen.

Multitasking

Was wir unter Multitasking verstehen, ist auch als Aufgabenwechsel oder „das Ausführen einzelner Handlungen in schneller Folge“ bekannt, sagt Neuropsychologin Dr. Cynthia Kubu in einem Artikel der Cleveland Clinic darüber, warum Multitasking nicht funktioniert.

Die Stanford-Forscher Kevin Madore und Anthony Wagner erklären in einem von der U.S. National Library of Medicine veröffentlichten Artikel, dass „Multitasking fast immer eine Fehlbezeichnung ist, da dem menschlichen Geist und Gehirn die Architektur fehlt, um zwei oder mehr Aufgaben gleichzeitig auszuführen“.

Kurz gesagt: Unser Gehirn ist so verdrahtet, dass es sich immer nur auf eine Aufgabe konzentriert.

Zwar hat es den Anschein, dass sich Multitasking positiv auf die Produktivität auswirkt, wie von Microsoft-Forscher:innen konstatiert wurde, die das Multitasking-Verhalten während Remote-Meetings analysiert haben. Doch können die gesundheitlichen Auswirkungen nachteilig sein und zu geistiger Ermüdung und Verlust von Aufmerksamkeit und Engagement führen.

Arbeiten in Pausen

Wenn du Schwierigkeiten hast, komplexe Projekte abzuschließen oder Fristen einzuhalten, ist es verlockend, ohne Unterbrechung durchzupowern. Aber keine Pause zu machen oder an deinem Schreibtisch zu Mittag zu essen, nur um Dinge von deiner To-do-Liste zu streichen, schadet mehr, als dass es hilft.

Laut einem CNBC-Bericht über die Auswirkungen der Vernachlässigung der Mittagspause kann „die Behandlung des Mittagessens als Nebensächlichkeit“ die Arbeitsmoral negativ beeinflussen und eine bedrückende Atmosphäre bei der Arbeit schaffen, die dazu führt, dass Mitarbeitende „langsam nachlassen“ und schließlich kündigen.

Ständig das Smartphone oder soziale Medien checken

Untersuchungen von Statista zufolge sind soziale Medien und Smartphones für alle, die während der Pandemie von zu Hause aus arbeiten, die beiden größten Ablenkungen.

Smartphones sind aufgrund ihrer Zweckmäßigkeit und Effizienz zunehmend zu einem unverzichtbaren Arbeitsmittel geworden, aber sie können auch süchtig machen. Ein übermäßiger Gebrauch kann schnell problematisch werden.

Wenn man nicht aufpasst, kann sich ein kurzer Blick auf Twitter zum stundenlangen, uferlosen Surfen in den sozialen Medien entwickeln. Wenn du dein Handy auf neue E-Mails checkst, während du etwas anderes tust, z. B. eine Straße überqueren oder sogar eine Treppe hinuntergehen, kann das Unfälle und Verletzungen nach sich ziehen.

Die Bedeutung von Fokus

Um Dinge zu erledigen, muss man sich konzentrieren. Problemlösung, Entscheidungsfindung, Argumentation, Gedächtnis und Wahrnehmung – alles Formen des Denkens – beginnen im Wesentlichen mit Fokus.

Das Ausfüllen eines Finanzberichts erfordert die Konzentration auf die Zahlen in einer Tabelle. Bei der Erstellung eines E-Mail-Newsletters musst du deine Zielgruppe, die zu vermittelnde Botschaft und das angebotene Produkt oder die angebotene Dienstleistung im Blick behalten.

Du solltest Ablenkungen meiden und deine ganze Energie und Aufmerksamkeit auf die Erledigung der Aufgabe richten, um sie rechtzeitig abzuschließen.

Wie du bei der Arbeit konzentriert bleibst

Wenn du dazu neigst, zwischen verschiedenen Kontexten zu wechseln oder von einer Aufgabe, einem Browser-Tab oder einer App zur nächsten zu springen, kannst du Folgendes tun, um konzentriert zu bleiben.

Plane deinen Tag

Schreibe eine To-do-Liste und sortiere die Aufgaben nach ihrer Priorität (zuerst erledigen, auf einen anderen Tag verschieben, delegieren oder ganz weglassen). Plane für jede Aufgabe die entsprechende Zeit ein, je nachdem, wie geübt du in der Tätigkeit bist und wie komplex sie ist.

Plane Zeit für unvorhergesehene Zwischenfälle mit ein. Überlege außerdem, ob du in deinem Kalender Zeit für bestimmte Aufgaben reservieren solltest, z. B. montags von 8 bis 8.30 Uhr ein Meeting mit Projektmanager:innen oder täglich von 15 bis 16 Uhr das Senden und Beantworten von E-Mails.

Beschränke deine Benachrichtigungen

Wenn du dein Smartphone nicht aus der Hand legen kannst, beschränke die Benachrichtigungen auf die wichtigsten. Schalte E-Mail-Töne und unnötige App-Benachrichtigungen stumm. Informiere deine Kolleg:innen über die Status- und Verfügbarkeitsfunktion von Slack, dass du in einem Meeting bist, dich konzentrieren musst oder abwesend bist. Lasse sie wissen, wie schnell du auf Nachrichten antworten kannst, damit sie sich darauf einstellen können.

Mache Pausen

Gib deinem Gehirn Zeit, zu entspannen, und deinem Körper, Energie zu tanken, vor allem, wenn gerade Stress aufkommt. Iss einen Snack, gehe spazieren, spiele ein Spiel, unterhalte dich mit einer Kollegin oder rufe einen Freund an. Entkopple dich von jeglicher Technik, wenn nötig. Das Ziel ist es, gestärkt zurückzukehren.

Wie du deine Gewohnheiten bei der Arbeit verbesserst

Gewohnheiten sind Angewohnheiten, Rituale und Verhaltensweisen, die du schon seit einiger Zeit immer wieder anwendest. Sie sind in dein Unterbewusstsein eingedrungen und so ist es nicht verwunderlich, dass es nicht leicht ist, schlechte Gewohnheiten abzulegen. Aber es ist möglich.

Identifiziere deine schlechten Gewohnheiten

Prokrastinierst du viel? Checkst du in Meetings deine sozialen Medien? Du kannst nicht Nein zu deinen Kolleg:innen sagen, selbst wenn die Arbeit dich unglücklich macht? Dann überprüfe deine Gewohnheiten. Verfolge etwa zwei Wochen lang mit Tools wie RescueTime oder Toggl, wie du deine Zeit verbringst.

Fange klein an

Vielleicht stellst du fest, dass du mehrere schlechte Angewohnheiten hast, die deine Zeit verschwenden und deine Konzentration beeinträchtigen. Wenn du alles auf einmal änderst, führt das wahrscheinlich nur zu Frustration, also konzentriere dich jeweils nur auf eine. Gehe zum nächsten Schritt über, wenn du die gewünschten Ergebnisse erzielt hast.

Finde guten Ersatz

Schlechte Angewohnheiten gibt es nicht ohne Grund. Vielleicht checkst du deine E-Mails, sobald du deinen Computer einschaltest, damit du nicht das Gefühl hast, etwas zu verpassen. Doch im Gegenzug wird deine Aufmerksamkeit geteilt und du wirst überfordert, sodass du am Ende prokrastinierst. Anstatt als Erstes deine E-Mails zu checken, solltest du in deinem Kalender eine Stunde für E-Mails reservieren.

Belohne dich

Belohnungen verstärken gute Leistungen, daher solltest du ein Belohnungssystem festlegen, das für dich geeignet ist. Die Belohnungen sollten auf einem ähnlichen Niveau wie die Aufgabe liegen. Kleine Belohnungen für kleine Aufgaben, große Belohnungen für große Aufgaben.

Du kannst den Prozess auch spielerisch gestalten, indem du den Gewohnheitspunkte-Ansatz (habit points approach) anwendest, wie Chris Bailey, Autor von Hyperfocus und The Productivity Project, ihn nennt. Für jede gute Gewohnheit oder Aufgabe, die du erfüllst, sammelst du Punkte, die du später für bestimmte Aktivitäten einlösen kannst.

Hole dir Unterstützung

Es ist schwer, sich eine schlechte Angewohnheit abzugewöhnen, wenn die Menschen um einen herum einen nicht unterstützen. Wenn du versuchst, Junkfood durch gesündere Alternativen zu ersetzen, gib deinen Kolleg:innen oder Mitbewohner:innen Bescheid, damit sie dir nicht ständig fett- und zuckerreiche Snacks mitbringen.

Nutze Tech-Tools

Tools wie Freedom und Forest blockieren bestimmte Webseiten, z. B. verschiedene soziale Medien, während du arbeitest. Moment verfolgt die Nutzung des Smartphones und benachrichtigt dich, wenn du dein Tageslimit überschreitest. Kanban-Tools wie Kanban Flow oder Trello helfen dir, die Kontrolle über deine Projekte zu behalten, während du in Slack deinen Status auf Bitte nicht stören setzen kannst, damit deine Teammitglieder wissen, dass du gerade konzentriert bist.

Schlechte Gewohnheiten ablegen für mehr Fokus

Fokus ist notwendig, um Dinge zu erledigen, aber bestimmte schlechte Angewohnheiten können alle guten Vorsätze zunichte machen. Finde heraus, welche schlechten Angewohnheiten bei der Arbeit deinen Erfolg sabotieren, und überlege, wie du sie durch gute Gewohnheiten ersetzen kannst.

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