Offenheit in der Arbeitswelt
Transformation

Der Weg zu neuen Arbeitsformen: Offenheit wird immer wichtiger

Die Vorteile einer Bottom-up-Kultur und einer selbstbestimmten Belegschaft sind zu groß, um sie zu ignorieren, und E-Mails sind unzeitgemäß

Vom Slack-Team8. März 2021

Das ist der dritte Teil einer fünfteiligen Unterhaltung darüber, wie sich unsere Arbeitswelt verändert, warum sie sich ändert und was all diejenigen, die Unternehmen und Projekt-Teams leiten, in diesem Zusammenhang bewirken können. Wir hoffen, dass wir damit auch Anregungen für deine Organisation beisteuern können, und wir laden dich ein, deine Ideen mit uns über den Slack Twitter-Feed (@SlackHQ) zu teilen.

In den meisten Ländern haben sich moderne Arbeitsformen aus einer historisch gewachsenen Top-down-Unternehmenskultur entwickelt, die während der Industriellen Revolution entstanden ist:

  • Die Entscheidungen wurden seither von den ranghöchsten Personen hinter verschlossenen Türen getroffen.
  • Der Zugang zu Informationen wurde streng kontrolliert und nur vorsichtig gewährt. Von den Beschäftigten wurde nicht erwartet, dass sie den jeweiligen Kontext benötigen, um ihre hochspezialisierten Tätigkeiten auszuführen.
  • Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten mit großem Aufwand eingearbeitet werden, etwa mittels Meetings und Telefonkonferenzen.

Die E-Mail ist zum natürlichen Erben dieses Arbeitsstils geworden und hat ihn noch gefördert. Private Nachrichten und geschlossene Threads, die vom Absender oder der Absenderin initiiert und nach Priorität geordnet werden, bieten eine gute Möglichkeit, Informationen zu kontrollieren und die eigene Belegschaft von der Entscheidungsfindung fernzuhalten.

Heute entwickelt sich in vielen Ländern jedoch eine gegenteilige Arbeitskultur, und die Pandemie hat diesen Trend noch beschleunigt. Das Motto dieser neuen Kultur lautet „Offenheit“, da die meisten Entscheidungen transparent getroffen werden. Die Korrespondenz per E-Mail ist dabei nur selten das bevorzugte Kommunikationsmittel.

Der Druck, Kundinnen und Kunden eine erstklassige Erfahrung zu vermitteln, ist für die neue offene Arbeitskultur ein wesentlicher Antriebsfaktor: Wenn eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter im Kundenservice gezwungen ist, fünf Genehmigungsstufen zu durchlaufen, nur um der betroffenen Person eine Rückerstattung zu gewähren, geht diese das nächste Mal einfach woanders hin. HubSpot ist ein sehr gut dokumentiertes Beispiel für eine offene, transparente Unternehmenskultur, die sich erfolgreich entwickelt hat, weil sie um den Kunden herum aufgebaut worden ist.

Jeetu Mahtani, SVP of International Operations, HubSpot

„Unsere Unternehmenskultur bildet die Grundlage von allem, was wir tun. Transparenz und Autonomie stehen dabei im Vordergrund. Mein Ziel war es, dass sich all unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit mit diesen Werten identifizieren können.“

Jeetu MahtaniSVP of International Operations, HubSpot

Lies den vollständigen Leitfaden zum Weg zu neuen Arbeitsformen hier.

Die neue Normalität: Die Arbeit wird offener

Der Trend zu stärker eingebundenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mehr Einfluss haben, ist kaum zu stoppen. Und die Vorteile sind unübersehbar:

  • Bessere Entscheidungen werden von besser informierten Personen getroffen
  • Engagiertere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich als Teil der Unternehmensmission sehen
  • Besseres Alignment von Projekt-Teams, da alle die Unternehmensstrategie und die Team-Prioritäten kennen
  • Die Fähigkeit, schneller auf Veränderungen bei Kunden oder am Markt zu reagieren
  • Effizienteres und kostengünstigeres Onboarding neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, da alle relevanten Unterhaltungen an einem zentralen Ort verfügbar sind
  • Bessere abteilungs- und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit anstelle von Daten-, Wissens- und Prozesssilos, die effizientes Arbeiten unmöglich machen

Der Führungsstil der alten Schule mit Weisungs- und Kontrollbefugnissen wird uns noch eine Weile begleiten, und in manchen Umgebungen (wie z. B. auf Offshore-Ölplattformen) mögen sie sogar unverzichtbar sein. Doch selbst dort nimmt der Trend zur offenen Einbindung kontinuierlich an Fahrt auf.

Arbeite effizienter – in Slack Connect

Der Vormarsch des erweiterten Unternehmens, in dem die Wertschöpfung zunehmend durch Ökosysteme und nicht nur durch einzelne Unternehmensabteilungen erfolgt, hat es notwendig gemacht, auf sicherem Wege mit Partnerinnen und Partnern, Kunden, Lieferanten, Anbietern und Kundenorganisationen zusammenzuarbeiten. Mit Hilfe von Slack Connect, das bereits von 52.000 Organisationen weltweit genutzt wird, lässt sich das auf einfache Weise erreichen.

Hier ein paar herausragende Zahlen von einigen dieser Unternehmen:

  • Viermal schnellere Geschäftsabschlüsse im Vertriebsteam
  • 64 % weniger aufgestaute Tickets im Kundenservice-Team
  • Doppelt so schneller Abschluss von Akquisitionen durch das Business Development-Team

Die Zahlungsabwicklungsplattform Stripe hat Slack Connect schon früh eingesetzt und die Nutzung während der Pandemie noch weiter intensiviert. Die Vertriebsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter des Unternehmens können nicht nur Geschäfte schneller abzuschließen, sondern gestalten auch den Stripe-Vertriebsprozess neu, indem sie mit potenziellen Kunden vor, während und nach der Vertragsunterzeichnung in engem Kontakt bleiben. Erfahre hier, wie ihnen das gelingt.

Andrew Walsh, CEO, Iress

„Wer gerne mit anderen Menschen in Kontakt treten, schneller handeln und mehr Engagement erreichen möchte, sollte Unterhaltungen offen führen und nicht in E-Mails wegsperren.“

Andrew WalshCEO, Iress

 

Die neue Anforderung: Licht ins Dunkel bringen

Die Slack-Studie zum State of Work (Stand der Arbeitswelt) hat herausgefunden, dass der Überblick über das große Ganze längst nicht mehr nur Angelegenheit der Führungsebene ist. Wir konnten einen direkten Zusammenhang zwischen der regelmäßigen Kommunikation der Unternehmensstrategie und der Bewertung des Unternehmens als „ausgezeichnet“ durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anhand einer umfangreichen Liste von Kriterien feststellen: Aufstiegsmöglichkeiten, Zusammenarbeit, Kommunikation, effektiver Einsatz von Technologie, Produktivität, Stimmung, Weiterbildung, Work-Life-Balance, Unternehmenskultur, und Offenheit für Feedback.

In vielen der Unternehmen, die wir am meisten bewundern, vertritt die Führungsebene nicht die Auffassung, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sie arbeiten. Vielmehr arbeiten die Führungskräfte für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die „Servant Leadership“-Bewegung, die von Robert K. Greenleaf ins Leben gerufen wurde, und das einflussreiche Werk „Gute Chefs essen zuletzt“ von Simon Sinek beruhen beide auf diesem Gedanken.

Der Dienst an den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beginnt damit, dass du ihnen die Informationen zur Verfügung stellst, die sie für ihre Arbeit benötigen, und so eine offene Arbeitsumgebung schaffst, die den Wissenstransfer fördert.

Katie Burke, Chief People Officer, HubSpot

„Bei uns besteht keine physische Barriere zwischen dem Führungsteam und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Kundenkontakt, und das ist durchaus beabsichtigt. Das bedeutet buchstäblich, dass alle unseren CTO und Mitbegründer kontaktieren und ihm eine kurze Frage zu einem Projekt stellen können, an dem sie gerade arbeiten.“

Katie BurkeChief People Officer, HubSpot

E-Mails haben sich bewährt und werden für manche Kommunikationsarten auch weiterhin funktionieren. Aber für die schnellere, funktionsübergreifende Zusammenarbeit von heute sind sie nicht mehr das richtige Tool.

Sie werden in Unternehmen, die eine offene, integrative Kultur anstreben, immer schneller durch die Channel-basierte Zusammenarbeit, für die Slack steht, ersetzt. Stewart Butterfield, CEO und Mitbegründer von Slack, bringt es auf den Punkt: „Sobald die gesamte Kommunikation in Channels verlagert wird, wissen alle sofort, wo sie ihre Frage stellen, ein Update teilen oder sich auf den neuesten Stand bringen können. Das hat grundlegende Auswirkungen.“

Als Nächstes: Die letzten Atemzüge des analogen Arbeitens.

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