Delivery Hero employees at work
Zusammenarbeit

Delivery Hero: Das Erfolgsrezept für eine agile Unternehmenskultur mit Slack

Delivery Hero ist binnen zwei Wochen auf rund 50 Märkten die Umstellung auf ein elektronisches Zahlungssystem gelungen.

Vom Slack-Team2. Februar 2021

Unter dem Motto „Always delivering an amazing experience“ hat sich Delivery Hero zur weltweit führenden lokalen Lieferplattform (außerhalb Chinas) entwickelt. Das mittlerweile börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Berlin wurde im Mai 2011 von Niklas Östberg gegründet und betreibt seinen Service in rund 50 Ländern in Europa, Asien, Lateinamerika und der MENA-Region.

Als einer der Pioniere des Wandels weiß Delivery Hero, was es heißt, sich an Veränderungen anzupassen und Herausforderungen als Chancen zu sehen. Nicht zuletzt deshalb wurde das Unternehmen in diesem so schwierigen Jahr in den DAX aufgenommen.

In unserer Webinar-Serie „Pioniere des Wandels“ hat Britta Weddeling mit Veronika Braun, Director Operations bei Delivery Hero, unter anderem darüber gesprochen, wie wichtig die Kultur für den Erfolg von Delivery Hero ist, wie das Unternehmen die Balance zwischen seiner Zentrale und den lokalen Kulturen findet und wie es dem großen DAX-Unternehmen gelingt, immer noch als eng verbundenes, agiles Unternehmen zu agieren.

Veronika Braun, Operations Director at Delivery Hero

„Wir brauchen eine gute Balance zwischen der gemeinsamen Firmenkultur und den speziellen Kulturen bei den Marken vor Ort.“

Veronika BraunDirector Operations, Delivery Hero

Dank gemeinsamer Werte gelingt der Balanceakt zwischen Start-up und DAX-Konzern

Das ehemalige Institut für Post- und Fernmeldewesen in Berlin-Mitte steht heute als Firmenzentrale von Delivery Hero sinnbildlich für die Struktur des noch jungen, aber schon sehr erfolgreichen Unternehmens.

Die Kultur spielt dabei für Delivery Hero gleich mehrfach eine entscheidende Rolle. Einerseits ist sie geprägt von sehr unterschiedlichen lokalen Ausprägungen, wie man es auch vom Essen kennt. Zum anderen braucht ein stark wachsendes Startup, das auf so vielen Märkten erfolgreich sein will, ein Erfolgsrezept für eine zentrale Unternehmenskultur, die eine gemeinsame Basis schafft. „Wir haben sehr viele verschiedene Marken auf der ganzen Welt und dort natürlich auch unterschiedliche Kulturen in den Firmen vor Ort“, erklärt Braun. Dennoch gibt es eine gemeinsame Delivery Hero-Kultur, die auf gemeinsamen Werten beruht und in allen Unternehmen auf der ganzen Welt und im Headquarter Berlin gelebt wird. Alle folgen dem Motto: „We deliver solutions. We always aim higher. We are heroes because we care.”

Auch nach dem Aufstieg in den DAX bewahrt sich Delivery Hero seinen Startup-Spirit, aber natürlich brauchen sie auch Strukturen und Prozesse, wie sie in anderen großen Unternehmen zu finden sind. Die Basis für diesen Balanceakt sind gemeinsame Werte und Prinzipien. Für die Führungskräfte bedeutet das konkret, dass sie sich immer fragen müssen, was ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen brauchen, um die bestmögliche Arbeit abzuliefern.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen Herausforderungen, sie wollen Verantwortung. Da müssen wir als Führungskräfte sicherstellen, dass sie diese Möglichkeiten auch haben“, erzählt Braun. Dafür reichen Startup-Klischees wie das Tischtennis-Match während der Arbeitszeit natürlich nicht aus. Es geht vielmehr um eine Atmosphäre, in der alle das Gefühl haben, sie können jederzeit ihr Bestes geben und nichts bremst sie aus. „Wir führen regelmäßig interne Zufriedenheitsbefragungen durch und wollen verstehen, was den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bei uns gefällt und wo wir uns noch verbessern können“. Nur so sei es möglich, schnell mit neuen Ideen auf Trends zu reagieren.

Joblevel, Hierarchiestufe oder Titel sind dabei nicht wichtig, alle sollen sich jederzeit einbringen und von Anfang an Verantwortung übernehmen können. Für alle Unternehmen, die schnell wachsen, sei es extrem wichtig, die Agilität aufrechtzuerhalten, selbst wenn bei zunehmender Unternehmensgröße bestimmte Prozesse notwendig werden, so Braun.

Diese Schnelligkeit und Beweglichkeit erreicht Delivery Hero unter anderem durch den Einsatz von Slack Connect. So können sie Partner, mit denen sie in der technischen Produktentwicklung zusammenarbeiten, bestens in die Kommunikation einbinden und schnell neue Ideen in Produkte umsetzen.

Delivery Hero team working at a desk

 

Wie Agilität Delivery Hero bei der Produktentwicklung hilft

Die Balance dieser beiden Kulturen zeigt sich unter anderem bei der Entwicklung neuer Produkte, wie Braun erklärt: „Wir entwickeln neue Produkte zwar zentral in Berlin, sind dann aber im ständigen Austausch mit den lokalen Firmen vor Ort, um ihnen genau das geben zu können, was sie für die lokalen Anforderungen brauchen, um vor Ort erfolgreich zu sein“. Außerdem fließen in der Zentrale die Informationen aus den zahlreichen lokalen Niederlassungen überall auf der Welt zusammen, werden intensiv ausgewertet und in digitale Produkte verwandelt, die für die jeweiligen Märkte relevant sind. Der Lieferdienst nutzt zur Zusammenarbeit und zu Informationsaustausch unter anderem projektbezogene Channels, die die interne Kommunikation deutlich erleichtern. Zum einen gelingt es so, die einzelnen Projekt-Teams und alle zugehörigen Teammitglieder mittels schneller Updates auf dem Laufenden zu halten. Zum anderen können allgemeine Informationen, die nicht projektgebunden, aber dennoch für alle relevant sind, zwischen verschiedenen Projekt-Teams ausgetauscht werden. Unternehmensweite Channels helfen, alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über allgemeine Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten: #announcements-globaldient beispielsweise der Ankündigung jeglicher Art von globalen Neuigkeiten für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen weltweit oder für das Change Management. In #announcements-centraldreht sich alles um spezifische Updates und Neuigkeiten für das Headquarter in Berlin, aber auch um die Ankündigung von Umfragen. Ein Kulturkanal wurde eingerichtet, um Informationen über anstehende globale Veranstaltungen, Blogartikel oder Videos zu teilen.

Diese Art der Kommunikation und Zusammenarbeit ist für Delivery Hero auch sehr hilfreich für die Bewältigung der Auswirkungen der Pandemie. Als wachsendes Unternehmen hat Delivery Hero in der Krise etwas Neues gestartet, dass aus den Bedürfnissen der Kunden hervorgegangen ist: „Wir haben in den vergangenen Jahren unser Angebot erweitert. Wir liefern längst nicht mehr nur Essen von unseren Restaurant-Partnern, sondern auch andere Dinge des täglichen Lebens aus den eigenen Dmarts, lokalen Shops, die eine Lieferung in bis zu unter 15 Minuten garantieren“, erklärt Braun.

In der Krise sind Agilität und die Nähe zum Markt besonders wichtig, weil sie Wachstum ermöglichen und in die richtige Richtung steuern. Statt die Produktentwicklung über Jahre hinaus vorweg zu planen, werden bei Delivery Hero aktuelle Trends identifiziert und zeitnah in neue Geschäftsideen umgesetzt. So gelang ihnen beispielsweise auch die Umstellung auf ein System mit elektronischer Zahlung in rund 50 Märkten binnen zwei Wochen. Marktveränderungen sind also nichts, mit dem man sich irgendwie arrangieren muss, sondern bieten immer potenzielle Geschäftsmöglichkeiten.

„Für die Herausforderungen, die alle Unternehmen bei den Veränderungen der Arbeitswelt haben, brauchen wir keinen Wandel, weil diese Art des Arbeitens seit jeher zu unserer Unternehmenskultur gehört.“

Veronika BraunDirector Operations, Delivery Hero

Quick Wins für den Wandel: Was wir von den Pionieren des Wandels lernen können

Einen Wandel musste Delivery Hero gar nicht einleiten, denn er war bereits ein fester Bestandteil der eigenen Kultur. Wer dagegen den Kulturwandel noch vor sich hat oder mitten drin steckt, kann von dem DAX-Unternehmen lernen, wie man eine Kultur der Transparenz, des Zusammenhalts und des Mitarbeiterengagements etabliert.

  • Gemeinsame Unternehmenswerte immer im Blick behalten: Wofür will das Unternehmen stehen? Werden diese Werte auch wirklich gelebt? Passen diese Werte noch zu den Rahmenbedingungen?
    Unternehmen sollten sich zudem fragen, welche Fähigkeiten sie brauchen, welche sie bereits haben und welche sie vielleicht durch Einstellungen neuer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dazu holen müssen.
  • Man kann nicht zu viel kommunizieren: Home-Office hat große Auswirkungen auf die Kommunikation. Viele Dinge, die man im Büro einfach so mitbekommt, müssen jetzt explizit kommuniziert werden. Die asynchrone und Channel-basierte Kommunikation via Slack sorgt dafür, dass es zuviel Kommunikation nicht gibt. Und sollte es doch mal zu viel werden, lässt sich der Slack-Status gezielt zur Fokussierung einsetzen.
  • Wandel als Geschenk betrachten: In einer Zeit des permanenten Wandels ist eine positive Herangehensweise an Veränderungen extrem wichtig. Dazu gehört auch, dass man sich von Prozessen oder Produkten trennen kann, wenn sie nicht mehr passen. Nur weil etwas in der Vergangenheit gut funktionierte, muss das morgen nicht auch so sein. Neues sieht Veronika Braun dagegen als Geschenk an: „Ich glaube, die Offenheit alle Dinge positiv anzugehen und sich trotzdem jederzeit auf seine Grundwerte zu besinnen, das ist es, was ich als Tipp für den Wandel mitgeben würde“.

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